Öffnungszeiten heute: von 08:00 bis 21:00 Uhr
Telefon: 0341 1406080
Symptome bei Unterzuckerung: Ein Foto mit sehr vielen weißen und rosa Traubenzucker-Herzen.
Butch/stock.adobe.com
Symbolbild

Die Symptome bei Unterzuckerung gehören zu den häufigsten Komplikationen bei Diabetes. Sie können bis zur Bewusstlosigkeit führen. Wie Sie die Zeichen erkennen und im Notfall richtig handeln.

Bei der Behandlung von Diabetes kommt es darauf an, möglichst normale Blutzuckerwerte zu erreichen. Doch neben Medikamenten wirken sich auch ungewohnte Bewegung, vergessene Mahlzeiten, Alkohol oder Erkrankungen wie Durchfall auf den Blutzucker aus. Dasselbe gilt wenn man sich bei der zu spritzenden Insulinmenge verrechnet. So kann es passieren, dass die Werte zu tief sinken.

Laut einer aktuellen Umfrage sind 64 Prozent der Angehörigen von Menschen mit Diabetes besorgt, dass es zu einer Unterzuckerung kommen könnte. Doch zum Glück kündigt sich eine Unterzuckerung oder Hypoglykämie durch bestimmte Warnzeichen an. Wer diese kennt und darauf achtet, kann eine schwere Unterzuckerung und damit einen Notfall vermeiden.

Vorbereitet sein

Leichte Schwankungen des Blutzuckers sind normal. Sie hängen unter anderem von der aufgenommenen Nahrung, der Tageszeit und der Bewegung ab.

Eine Unterzuckerung liegt vor, wenn der Blutzuckerspiegel unter 50 bis 60 Milligramm Zucker pro Deziliter Blut (mg/dl) bzw. 2,8 bis 3,3 Millimol pro Liter (mmol/l) fällt.

Typische Symptome bei Unterzucker:

  • Heißhunger
  • Schweißausbruch
  • Herzklopfen bis Herzrasen
  • Zittern, weiche Knie
  • Wortfindungsstörungen
  • Kopfschmerzen und Schwindel
  • Schläfrigkeit
  • Sehstörungen, z. B. Doppelbilder
  • Verwirrung
  • Unruhe, Nervosität, Angst
  • Reizbarkeit
  • Koordinationsschwierigkeiten
  • Übelkeit

Bei einer sehr schweren Hypoglykämie:

  • Krampfanfälle
  • Bewusstlosigkeit bis zum Koma

Wann sich eine Hypoglykämie bemerkbar macht, ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich. Dafür lässt sich kein fester Wert angeben, bei einigen Menschen treten erste Symptome schon bei 70 mg/dl auf. Wichtig ist, die Warnzeichen zu kennen und entsprechend zu reagieren. Fällt der Blutzuckerwert unter 50 bis 60 mg/dl spricht man auf jeden Fall von Hypoglykämie.

Unterzucker ohne Vorwarnung

Je länger ein Diabetes besteht, desto eher kann es zur sogenannten Hypoglykämie-Wahrnehmungsstörung kommen. Der Körper passt sich an den Dauerzustand „niedriger Blutzucker“ an und die typischen körperlichen Warnzeichen für eine Hypoglykämie fehlen. Der Blutzucker rutscht unbemerkt in den Keller und der Betroffene kann von einem Moment auf den anderen bewusstlos werden. Wer dazu neigt, dem können spezielle Hypoglykämie-Schulungen helfen, den Körper und die eigene Wahrnehmung wieder zu trainieren.

Unterzucker: Was tun?

Reagieren Sie möglichst schon bei den ersten Anzeichen einer Hypoglykämie. Die wichtigste Regel: Erst essen, dann messen!

Ist der Patient bei Bewusstsein:

  1. Rasch verwertbare Kohlenhydrate einnehmen bzw. sollte der Angehörige sie geben, zum Beispiel vier Täfelchen Traubenzucker, Gummibärchen, 200 Milliliter Apfelsaft oder Limonade (keine Light-Produkte). Flüssige Zuckerlösung für unterwegs gibt es fertig aus der Apotheke. Je nach Hypoglykämie sollten es 20 bis 30 Gramm Glukose pro Gabe sein.
  2. Danach: Blutzucker messen. Nach circa 15 Minuten sollte er über 100 mg/dl (5,6 mmol/l) liegen. Bei weiterhin niedrigen Werten erneut Glukose geben.
  3. Anschließend muss ein Snack, eine Banane, ein belegtes Brot oder ein Müsliriegel, gegessen werden, um eine weitere Hypoglykämie zu verhindern.

Ist der Patient nicht bei Bewusstsein:

Bei Bewusstlosigkeit muss das Hormon Glukagon verabreicht und der Notarzt gerufen werden. Glukagon setzt Glukose aus der Leber frei. Sie erhalten es als Notfall-Set bei uns in Ihrer Apotheke. Es wird vom behandelnden Arzt verschrieben. In Kürze wird Glukagon auch als Nasenspray zur Verfügung stehen, was wesentlich leichter zu handhaben ist.

Tipp: Lassen Sie sich die Anwendung des Glukagons vom Arzt oder Apotheker erklären. Am besten Sie üben das Spritzen schon zu Hause, zum Beispiel an einer Apfelsine. Auch Ihre Angehörigen sollten darin geschult sein.

Unterzuckerung: Wie schlimm ist es?

Man unterscheidet leichte, mittelschwere und schwere Unterzuckerungen:

Ist der Blutzuckerspiegel leicht gesunken, zeigen sich erste körperliche Anzeichen wie Schwitzen, Zittern oder Herzklopfen. Jetzt können Betroffene sich noch gut selbst helfen, indem sie rasch circa 20 Gramm Traubenzucker zu sich nehmen oder Apfelsaft trinken.
Das Gehirn leidet unter Zuckermangel. Zu den körperlichen Anzeichen kommen weitere Symptome: Seh- und Bewegungsstörungen, Verwirrtheit, Reizbarkeit, Angst. Die Patienten sind zwar bei Bewusstsein, aber nicht mehr in der Lage, sich selbst zu helfen. In diesem Fall werden 30 Gramm Glukose benötigt.
Eine schwere Unterzuckerung ist ein Notfall. Es kommt zu starken Verhaltensänderungen, Krämpfen und Bewusstlosigkeit. Hier hilft nur noch der Einsatz von Glukagon, das es als Notfall-Set in der Apotheke gibt. Wichtig: Rufen Sie bei schwerer Unterzuckerung immer den Notarzt.

Unterzucker vermeiden

Um sich mit Ihrem persönlichen Blutzuckerprofil vertraut zu machen, messen Sie regelmäßig den Blutzucker und führen Sie ein Diabetes-Tagebuch. Das geben wir Ihnen in Ihrer Apotheke gerne kostenlos ab. Darin halten Sie neben Datum, Uhrzeit und dem Messergebnis auch fest, was Sie wann getan haben, zum Beispiel Sport getrieben oder etwas gegessen. Auch Stress kann den Blutzuckerspiegel beeinflussen.

Messen Sie: nach dem Aufstehen, vor und nach den Mahlzeiten, vor und nach körperlicher Aktivität und vor dem Schlafengehen.

Um herauszufinden, ob der Blutzucker nachts zu stark absinkt, sollten Sie ab und zu auch zwei- bis dreimal in der Nacht messen.

Steuern Sie gegen, sobald der Blutzucker zu stark fällt oder Sie die entsprechenden Warnzeichen bemerken, indem Sie fertige Zuckerlösung oder Traubenzucker stets griffbereit haben. Hören Sie auch auf Ihre Angehörigen, wenn diese Sie für unterzuckert halten und zum Essen raten.

Wichtig: Nehmen Sie eine Unterzuckerung ernst und sprechen Sie häufige Hypoglykämien bei Ihrem Arzt an. Er wird mit Ihnen zusammen den Therapieplan anpassen, um weitere Unterzuckerungen zu vermeiden.

Werte im Blick behalten

Regelmäßig den Blutzucker zu messen gibt Sicherheit. Blutzuckermessgerät und Teststreifen erhalten Sie bei uns in Ihrer Apotheke. Wir erklären Ihnen gerne, wie das Gerät funktioniert. Selbstverständlich können Sie auch bei uns Ihren Blutzucker messen lassen.

Ulrich Tepe,

Ihr Apotheker

Aktions-Angebote

8% gespart

DOPPELHERZ

Kollagen Beauty system Trinkfläschchen

PZN 13332904

statt 48,98 3)

30 ST

44,98€

Reservieren
13% gespart

DOPPELHERZ

Magnesium 400 Citrat system Granulat - Bundle

PZN 3979846

statt 14,95 3)

40 ST

12,98€

Reservieren
8% gespart

GESUNDFORM

Magnesium 300 Filmtabletten

PZN 4779173

statt 17,95 3)

120 ST

16,48€

Reservieren
10% gespart

GESUNDFORM

Omega-3 1.000 mg Kapseln

PZN 2098782

statt 27,85 3)

180 ST

24,98€

Reservieren
10% gespart

FEMIBION

BabyPlanung 0 Tabletten

PZN 11515078

statt 29,98 3)

56 ST

26,98€

Reservieren
13% gespart

FEMIBION

Schwangerschaft 2 D3+DHA+400 µg Folat

PZN 10933709

statt 63,49 3)

2X60 ST

54,98€

Reservieren
13% gespart

BIOLECTRA

Magnesium 400 mg ultra Direct Orange + 10 gratis

PZN 10252180

statt 19,50 3)

40 ST

16,98€

Reservieren

Abgabe in haushaltsüblichen Mengen, solange der Vorrat reicht. Für Druck- und Satzfehler keine Haftung.
1) Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
2) Angabe nach der deutschen Arzneimitteltaxe Apothekenerstattungspreis (AEP). Der AEP ist keine unverbindliche Preisempfehlung der Hersteller. Der AEP ist ein von den Apotheken in Ansatz gebrachter Preis für rezeptfreie Arzneimittel. Er entspricht in der Höhe dem für Apotheken verbindlichen Abgabepreis, zu dem eine Apotheke in bestimmten Fällen (z.B. bei Kindern unter 12 Jahren) das Produkt mit der gesetzlichen Krankenversicherung abrechnet. Der AEP ist der allgemeine Erstattungspreis im Falle einer Kostenübernahme durch die gesetzlichen Krankenkassen, vor Abzug eines Zwangsrabattes (zur Zeit 5%) nach §130 Abs. 1 SGB V.
3) Unverbindliche Preisempfehlung des Herstellers (UVP).

Der Artikel hat Ihnen gefallen?

Dann teilen Sie ihn doch mit anderen.

Das könnte Sie auch interessieren

Apotheke im Hauptbahnhof

Kontakt

Tel.: 0341 1406080

Fax: 0341 14060850


E-Mail: info@apotheke-leipzig.de

Internet: http://www.apotheke-leipzig.de/

Apotheke im Hauptbahnhof

Willy-Brandt-Platz 5

04109 Leipzig

Öffnungszeiten

Sonntag
13:00 bis 18:00 Uhr


Montag bis Freitag
08:00 bis 21:00 Uhr


Samstag
09:00 bis 21:00 Uhr


10 %

Ihr exklusiver Rabatt

Einfach diese Abbildung auf Ihrem Smartphone vorzeigen und 10 % Rabatt auf einen Einkauf ab 10,- € oder 15 % Rabatt auf einen Einkauf ab 20,- € bekommen. Gilt nicht für das verschreibungspflichtige Sortiment.

Aktionsartikel, Doppelrabattierungen und Rezeptzuzahlungen sind leider ausgenommen. Gilt nur bei Abholung in der Apotheke.

Abgabe in haushaltsüblichen Mengen, solange der Vorrat reicht. Für Druck- und Satzfehler keine Haftung.
1) Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
2) Angabe nach der deutschen Arzneimitteltaxe Apothekenerstattungspreis (AEP). Der AEP ist keine unverbindliche Preisempfehlung der Hersteller. Der AEP ist ein von den Apotheken in Ansatz gebrachter Preis für rezeptfreie Arzneimittel. Er entspricht in der Höhe dem für Apotheken verbindlichen Abgabepreis, zu dem eine Apotheke in bestimmten Fällen (z.B. bei Kindern unter 12 Jahren) das Produkt mit der gesetzlichen Krankenversicherung abrechnet. Der AEP ist der allgemeine Erstattungspreis im Falle einer Kostenübernahme durch die gesetzlichen Krankenkassen, vor Abzug eines Zwangsrabattes (zur Zeit 5%) nach §130 Abs. 1 SGB V.
3) Unverbindliche Preisempfehlung des Herstellers (UVP).