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Bei der Diagnose Scheidenpilz sollten Frauen schnell handeln.
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Ausgerechnet Bakterien können helfen, einen Scheidenpilz in Schach zu halten. Lesen Sie, wie das funktioniert.

Pilze leben in geringen Mengen auf Haut und Schleimhäuten, ohne Probleme zu bereiten, auch in der Scheide. Milchsäurebakterien sorgen dafür, dass sie nicht überhand nehmen. Doch Schwankungen der Hormone oder eine geschwächte Abwehr stören das Gleichgewicht. Dann breiten sich die Pilze aus und es kommt zu Juckreiz, Brennen, Ausfluss.

Gleichgewicht herstellen

So lästig die Infektion ist – meist bekommt man sie in wenigen Tagen in den Griff. Zur Behandlung gibt es Cremes und Vaginalzäpfchen oder -tabletten. Meist hilft schon eine Drei-Tage-Therapie mit Clotrimazol. Um das Gleichgewicht der Scheidenflora wieder zu regulieren und Infektionen vorzubeugen, ist gleichzeitig die Anwendung von Milchsäurebakterien sinnvoll. Es gibt sie als Cremes und Vaginaltabletten oder -kapseln.

Präparate mit Milchsäurebakterien in der richtigen Dosierung sind rezeptfrei in der Apotheke erhältlich. Hausmittel wie in Joghurt getränkte Tampons, Sitzbäder und Spülungen sind meist wenig wirksam, denn sie stellen das vaginale Gleichgewicht nicht wieder her. Zur Intimpflege während einer Infektion eignen sich Pflegeprodukte, die neben Milchsäurebakterien regulierende Pflanzenstoffe enthalten, zum Beispiel aus Thymian oder Nelke.

Die richtige Pflege

Der beste Schutz vor Scheidenpilz ist eine gesunde Scheidenflora, das heißt, das Verhältnis von Bakterien und Pilzen muss stimmen. So könne Sie nachhelfen:

  • Für die tägliche Intimpflege nur Wasser und Produkte mit einem auf das Alter abgestimmten pH-Wert verwenden (Frauen zwischen 15 und 50 Jahren = pH-Wert 3,5 bis 4,5, ab circa 50 Jahren = pH-Wert 6 bis 7). In Ihrer Apotheke erhalten Sie auch Reinigungstücher mit Milchsäure.
  • Auf Seifen und Duschgels im Intimbereich verzichten.
  • Slips und Tangas aus Naturfasern sind besser als aus Synthetik. Sie sollten nicht zu eng sitzen.
  • Bei der Toilettenhygiene darauf achten, dass keine Darmkeime in den Scheidenbereich gelangen.
  • Gesunde Ernährung, Bewegung und Entspannung unterstützen das Immunsystem.
  • Trockene Schleimhäute sind anfällig. Befeuchtungsgels aus der Apotheke helfen.

Test auf Scheidenpilz

Bei Verdacht auf eine Scheideninfektion liefert ein Test aus der Apotheke einen ersten Anhaltspunkt. Der Test zeigt, ob sich der pH-Wert der Scheide verändert hat. Bei Beschwerden in der Schwangerschaft sollte immer der Arzt gefragt werden.

Ulrich Tepe,

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